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Strukturdebatten statt Inhalte: CDU-Bildungsexperte Seefried kritisiert rot-grüne Bildungsreform

29.05.2015
In Niedersachsens Schullandschaft herrscht Unruhe: Mehrarbeit für Gymnasiallehrer, Klassenfahrt-Boykott, Umsetzung der Inklusion und die Gesamtschule als ersetzende Schulform sind nur wenige Gründe, warum kürzlich knapp 120 Eltern, Lehrer und engagierte Schulpolitiker der Einladung der beiden CDU-Landtagsabgeordneten Thomas Adasch und Ernst-Ingolf Angermann zum Bildungspoltischen Abend in die Congress Union Celle folgten. Als Referent stand dem Publikum Kai Seefried, ebenfalls CDU-Landtagsabgeordneter und schulpolitischer Sprecher der CDU-Landtagsfraktion Rede und Antwort.

Mit dem neuen Schulgesetz, das am 3. Juni 2015 im Niedersächsischen Landtag beschlossen werden soll,  wird sich einiges ändern. Gymnasiasten werden das Abitur wieder nach 13 Schuljahren ablegen. Dabei wird es keine Wahlfreiheit für Schüler geben, die das Abitur bereits nach der 12. Klasse machen wollen. Aber auch die Grundschulen sind betroffen: Sukzessiv werden die Noten abgeschafft und die rot-grüne Landesregierung verzichtet auf die bewährte Laufbahnempfehlung nach der vierten Klasse. Kai Seefried bezieht in puncto Förderschule ganz klar Stellung: „Für uns als CDU ist die weitere Abschaffung von Förderschulen nicht verhandelbar“. Dies stehe auch nicht im Widerspruch zum Thema Inklusion „Im Gegenteil, die Inklusion ist wichtig, aber aus Sicht der CDU ist das ein Langzeitprojekt über die nächsten 25 Jahre,“ erläutert Seefried. 

Nach einer ausgiebigen Diskussion im Plenum bilanziert Kai Seefried: „Es gibt nicht nur eine Antwort in der Bildungspolitik. Im Gegenteil: Wir wollen die Individualität der Kinder und Jugendlichen fördern.“ Nichtsdestotrotz wird das Schulgesetz in der nächsten Woche im Plenum eingebracht und voraussichtlich von der rot-grünen „Ein-Stimmen-Mehrheit“ im Landtag beschlossen werden. Deswegen fordert Kai Seefried das Publikum auf: „Wenden Sie sich an Ihren örtlichen SPD-Landtagsabgeordneten und machen sie ihm klar, warum dieses Gesetz nicht beschlossen werden darf. Er alleine hätte die Möglichkeit, dieses Schulgesetz noch zu verhindern.“