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Frauenhaus – Vertrauenshaus?

24.12.2015
Man darf gespannt sein, ob Fördermittel ohne Skepsis und Misstrauen weiter fließen werden. Man darf gespannt sein, ob Frauen zum Frauenhaus künftig Vertrauen haben werden.

„Ein Frauenhaus als Ort der Zuflucht, des Trostes, des Vertrauens – dieses Bild wird sowohl Gründerinnen als auch Betreiberinnen dieser Institution gut gefallen. Starke Frauen, die für Frauen in Not da sind – dieses Konzept klingt gut und ist gut. Wenn Vertrauen da ist.

Was aber zurzeit im Celler Frauenhaus geschieht, erzeugt eher andere Gefühle: Verwunderung, Skepsis, Misstrauen“, erklärt Alexander Wille, Vorsitzender des CDU Stadtverbandes Celle.

„Ich bin verwundert über eine politisch erfahrene Ehrenamtliche, die jegliches Gespür für Anstand und vertrauenswürdiges Handeln vermissen lässt. Amei Wiegel sorgt kurzerhand dafür, dass ihre Parteifreundin und Ehrenamtskollegin Hufschmidt-Bergmann, zufällig arbeitssuchend, ein Hauptamt im Frauenhaus bekommt.

Dann sorgt sie dafür, dass eine Schippe auf die Entlohnung aufgekippt wird. Zusätzlich sorgt sie dafür, dass die Meinung des Steuerberaters, der alles intern begleitet hat, den Mitgliedern des Vereins verschwiegen wird; er wäre nach Wiegels Lesart „ein Gast“, der in der einberufenen Mitgliederversammlung fehl am Platz wäre.

Das Wort „Sorge“ sollte in einem Frauenhaus eine andere Bedeutung haben!“ so Wille. „Skeptisch und misstrauisch macht es den externen Beobachter/die externe Beobachterin, dass Frau Wiegel und Frau Hufschmidt-Bergmann an allen Posten kleben, die sie für sich organisiert haben.

Fast 40% der Vereinsmitglieder meinen, es sollte einen personellen Neustart im Frauenhaus geben. Ihre Skepsis wird beiseite geschoben: „keine Konsequenzen“ ist die Antwort.

Dabei kann und darf es nicht bleiben!“, betont Wille und ergänzt: „Man darf gespannt sein, wie sich in der Leitung des „siegreichen Duos“ die weiteren Geschicke des Hauses entwickeln werden.

Man darf gespannt sein, ob Fördermittel ohne Skepsis und Misstrauen weiter fließen werden. Man darf gespannt sein, ob Frauen zum Frauenhaus künftig Vertrauen haben werden. Ein BärInnendienst an einer guten Sache. Schade drum.“